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"Regelbau 105D"

Was macht man nicht alles, wenn einen die Langeweile erwischt? Man setzt sich an den PC, schaut was die Gegend so zu bieten hat, in der man lebt

und findet heraus, dass sich im Nachbarswald noch ein paar relativ gut erhaltene WW2 Reliquien befinden.

Also warum nicht die Schühchen an, die Stirnlampe auf den Kopf und nachschauen, ob noch Leben in der Bude ist?

Zunächst folgt man der L238 von Roetgen nach Rott und hält Ausschau nach der Dreilägerbachtalsperre (kaum zu übersehen).

200-300m weiter befindet sich ein Parkplatz an der Jägerhausstraße. Ein Schild deutet den Weg zur Talsperre.

Stellt man sein Fahrzeug hier ab und folgt dem Straßenverlauf in den Wald, so kommt man nach etwa 7-8min Fußweg zur Talsperre selbst.

(Mit etwas Glück ist die Straße an diesem Tag nicht gesperrt, dann kann man sogar direkt bis zur Talsperre hochfahren, aber ein bisschen frische

Luft tut den Lungen ja auch gut.)

Ein paar Meter hinter einem Aussichtspunkt und neben einem Tor befindet sich ein äußerst steiler "Weg" den Hang hinunter.

Diesen geht man vorsichtig hinunter,bis man fast wieder auf Höhe der Landstraße ist. Nun hält man sich rechts, bis man ein kleines Tal erreicht.

Mit etwas Glück steht man nun bereits auf dem Dach des Bunkers selbst.




360°-Flashanimation:



VIDEOS BALD

Anhand einiger Informationen (ICH bin kein Experte, nur ein leichtsinniger Interessent) aus dem Internet handelt es sich um die angesprengten "Reste" eines "Regelbau 105D",

welcher damals für die Position am Hang leicht modifiziert wurde.

Ein eigens hierfür kanalisierter Bachverlauf vom Berg herab, lässt sich neben dem Bunker erahnen. Hier war ebenfalls einmal ein Abstieg mit einer vermutlich nie fertiggestellten Verbindung

zum "Notausgang" im Bunker, dieser ist aber mitlw komplett mit Erde gefüllt, sodass Ich - darauf stehend - nur anhand einer Karte und älteren Fotos von seiner Existenz erfuhr.

Während der Eingangsbereicht des Bunkers durch eine Tür "versperrt" wurde, lässt sich der aufgesprengte MG-Kampfraum (etwa 7m rechts vom Eingang) mühelos betreten. 

Ich kann jedem nur dringend davon abraten dies zu tun!

Die Einsturzgefahr ist nicht zu unterschätzen, ebenfalls möchte ich nicht wissen, welche Ausgasungen in den alten Gemäuern ihr Unwesen treiben.

Sensationslustig wie ich bin, konnte ich es natürlich nicht lassen und habe mir die Räumlichkeiten einmal angesehen.

Ursprünglich handelte es sich wohl um 4, bzw. 5 kleine Räume und dem Eingangsbereich. Der Eingang zum Raum hinter dem MG-Kampfraum ist durch eine umgestürzte Betonwand

versperrt; zwar habe ich schon Fotos gesehen, für die sich Jemand in den Raum gezwängt hat, aber das muss nicht sein.

 Der Weg bis zum Eingangsbereich ist aufgrund einer mitlerweile dicken Erd-/Laubdecke nur "erkrieschbar". (Ohne Lampe sicher nicht!)

 

360°-Flashanimation:



VIDEOS BALD


Wer meint hier ein, mit leichtem Flugrost versehenes MG-42 zu finden, der ist fehl am Platze. Das gesamte Mauerwerk ist durch die Sprengung stark beschädigt und

ausser der muffigen Luft, unzähligen Mücken und Spinnen gibt es nur die Grundmauern des Bunkers selbst zu betrachten.

Davon abgesehen find ich diesen Ort ziemlich interessant, mal sehen was ich das nächste mal im Wald finde...

Weitere Infos, Umrisse und interessante Fotos:

http://www.bunkervos.nl/nieuwe site/inhoud/Westwall/Noord Eifel/Roetgen/Roetgen 41/index2.html

http://www.westwall.mynetcologne.de/roetgen-dreilaegerbachtalsperre/roetgen-dreilaegerbachtalsperre.html

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